Freitag, 29. Juli 2011

Work Experience - Day 5

Freitag:
Also der Freitag war schon ein Highlight für sich. Am Morgen lief alles wie gewohnt ab, doch um 11.15 wurde ich wieder von Mrs West abgeholt, damit wir zum NAIDOC Lauf gehen konnten.
Darauf freute ich mich zwar nicht so, aber was sein musste, musste sein.
So gar nicht darauf vorbereitet, trug ich mein neues paar weißer Schuhe (um das mal vorweg zu nehmen, die waren hinterher braun), die mich nur $5 gekostet hatten. Also waren sie auch nicht wasserdicht. Aber natürlich waren die Straßen nass und hinterher auch meine Füße.
Jedenfalls.
Wir liefen zum Victoria Square? und mussten dort eine halbe Stunde warten. Dann wurde für ca. noch eine halbe Stunde gelabert und hinterher liefen wir mit total vielen Leuten die King William Straße runter. Wir hatten Banner von der Schule mitgebracht; den Kindern musste erstmal beigebracht werden, wie die zu halten waren.
Also kamen wir an diesem Platz, wo der Fluss ist, hab vergessen die das heißt, an, und dort wurde erstmal gegessen. Enten und Schwäne leisteten uns Gesellschaft, weil die Kinder sie fütterten. Ich bekam also erstmal total die Panikattacke, weil ich ja eine tierische Angst vor Vögeln habe.
 Ein Dankeschön an alle Magpies...
Also, wir mussten also so um die eineinhalb Stunden da rumstehen, dann wurde noch einmal kurz mit den zehn Kindern von unserer Schule und ein paar Kindern von der Aboriginieschule geübt, Eddie zog sich dann um und für die Kinder ging's ab auf die Bühne. Ich nahm ganz viele Fotos, während die da oben sind, aber die darf ich nicht in der Öffentlichkeit zeigen.
Nach ihrem Auftritt durften die Kinder noch eine halbe Stunde lang mit Mrs West und mir zusammen herumlaufen, und sie wurden alle ganz verrückt, weil es total viel kostenloses Zeugs gab.
Danach ging es mit der Tram zurück nach Gilles Street, weil die ja kostenlos ist und es sowieso zu weit weg gewesen wäre, um dort wieder hoch zu laufen. Nicht mit zehn .. oh warte, an dem Tag waren's nur neun. Nicht mit neun kleinen Kindern.

Wieder bei der Schule angekommen, ging's auch schon auf zur Assembly, was ein Abenteuer für sich war. Erst wurde die Nationalhymne gesungen, dann noch ein Lied über weiße und Aboriginals und wie sie eins sind. Gefiel mir. Ich hasse es, über die Stolen Generations zu hören. Ich hasse es, wie sie die schwarzen damals behandelt haben. Und vor allen Dingen hasse ich es, dass es Europäer waren.
Eigentlich bin ich sehr fasziniert von Aboriginals, aber wenn ich darüber höre, was damals von ihnen verlangt wurde, das sie gar nicht sein sollten und wollten, da werde ich schon ziemlich böse.
Wie sehr ich Rassismus hasse.
Aber eigentlich geht's hier ja um mein Praktikum. Also. Assembly.
Das war die erste australische Schulversammlung in meinem ganzen Leben. Die ersten beiden in Kingscote hatte ich beide Male verpasst. Einmal, weil ich weg für Careers Week war und die da vor .. .weiß nicht mehr, warum das so war.
Also wurden ganz viele Urkunden verteilt, weil Schüler die Schule verließen, Kunstprojekte wurden vorgestellt, Klassensprecher (oder so) verkündet, die Praktikumsschüler vorgestellt. Ja, ja. Wir mussten allesamt aufstehen und uns begucken lassen.
War schon irgendwie peinlich haha.
Aber dann wurde mir so langsam klar, dass es jetzt bald Abschiednehmen hieß. Die Leute dort waren mir alle schon so sehr ans Herz gewachsen :')
Direkt nach der Assembly wurden noch schnell Kunstbilder verteilt, eins der Kinder - er zieht jetzt nach Melbourne - verteilte dann Kuchen, ich musste ganz viele Fotos machen, und dann bekam ich sogar noch ein Abschiedsgeschenk :)
Ein Foto von der Klasse und eine Karte mit meinem Bild drauf und allen Unterschriften der Schüler :) So süß.
Also da fließen bei mir schon beinahe die Tränen.

Zurück bei Gabby zu Hause, ließ ich noch ein paar Socken für den Hund Molly dort (sie liebt Socken. Spielt niemals mit Bällen, Stöcken oder Schuhen. Nein, Socken. Nur Socken) und dann ging es auch schon los. Sie musste nämlich ihre Mum und ihren Dad vom Boot abholen, also kam das ja wie gerufen, dass ich nach Hause musste. Ansonsten hätte ich das Frühboot am nächsten Tag nehmen müssen und das hätte gehießen, dass ich um 5.30 an der Bushaltestelle mitte Adelaide hätte sein müssen. Und das wollte ich mit Sicherheit nicht.
Jedenfalls fuhren wir dann zum Cape Jervis, ich bedankte mich tausendmal, wünschte Mrs Fisher und ihrem Mann ganz viel Spaß in Indien .. und schon musste ich auf's Boot.
Die zwei Wochen in Adelaide waren um. So schnell.
So viel Spaß. Und irgendwie so viel gelernt. Nicht nur über verschiedene Jobs und Grundschulen. Nein, irgendwie sogar über mich.

Okay, jetzt werden wir hier mal nicht tiefgründig und sentimental.
Jetzt muss ich langsam ins Bett, weil wir morgen eine kleine Geburstagsfeier für Rickys Grandma haben, sie wollte unbedingt auf der Insel feiern.
Über die erste Schulwoche nach einem Monat "Ferien" und über die eigentlichen Ferien schreibe ich demnächst. Jetzt würd ich wirklich lieber schlafen gehen :)


Tschö,
Susie. :)

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